Der Radentscheid Hamburg beginnt mit Schulradweg-Kampagne

Zur geplanten Pop-Up PBL in Hamburg-Eimsbüttel am 21.02.18 um 7.30 Uhr an der Bogenstraße zwischen Ida-Ehre-Schule und Helene-Lange-Schule.
Diese Aktion ist eine von mehreren in verschiedenen Hamburger Bezirken vor Schulen geplanten Pop Up PBLs.
Münden sollen diese Aktionen in eine gemeinsame Kidical Mass am 3.Juni zum Stadtpark.

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Inklusive Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für soziale, kulturelle und wirtschaftliche Teilhabe an Stadt. Das von der derzeitigen Hamburger Regierungskoalition verfolgte Konzept der  Zwei-Klassen Individualmobilität, die Sicherheit an den Besitz eines Kfz bzw an die Größe des eigenen Kfz koppelt und insb die Radfahrenden hohen Risiken aussetzt, kann nicht Grundlage einer nachhaltigen Verkehrspolitik sein.

Radentscheid Hamburg
Das Ziel ist es, eine nachhaltige Verkehrswende in Hamburg zu organisieren und als Landesgesetz festzuschreiben.

Inklusive Mobilität ist ein zentraler Punkt im Programm des Radentscheids. Radverkehr soll in Hamburg für alle von 8-80 Jahren möglich sein.

Als Vater von zweien und, nach Kräften eingebundener, Großvater von im Frühjahr fünfen (0-12J)  habe ich mich beim Radentscheid Hamburg sehr für die Aufnahme des Punktes ‘Sichere Schulradwege für Hamburgs Kinder” eingesetzt, nicht nur aus persönlichen, sondern auch auch politisch-strategischen Gründen.

Es ist allerhöchste Zeit, die fruchtlosen und  spalterischen “Infrastruktur”-Debatten hinter uns zu lassen – dieses Bist du für oder gegen “Radwege”, für oder gegen “die Fahrbahn”? Darauf kommt’s nicht an. Es kommt ganz an erster Stelle auf die Bedürfnisse der Menschen an, die dort radeln wollen (oder sollen). Die sind verschieden innerhalb der Rad-Community oder der Radnutzer.
Wer hier alle über einen Kamm scheren will, der hat Individualmobilität nicht verstanden.

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Den Schulradwegen liegen folgende Überlegungen zugrunde:

Da

– das als Kind erlernte Mobilitätsverhalten oft auch im Erwachsenenalter beibehalten und wiederum an die eigenen Kinder weiter gegeben wird

– die Entwicklung der Motorik und motorisches Training, die einen fehlertoleranten Mobilitätsraum voraussetzen, für die Gesundheit und das Ausschöpfen des kognitiven Potentials der Schülerinnen und Schüler von entscheidender Bedeutung sind

– der Mobilitätsradius der Kinder jedoch leider auch in Hamburg schneller schmilzt als die Eisscholle im Klimawandel

– Schülerinnen und Schüler, die im aktiven Modus zur Schule kommen,nachweislich wacher, orientierter, aufmerksamer und (selbst-) verantwortlicher sind

– sichere Schulradwege die Eltern zeitlich, finanziell und, last not least, von Sorgen um die Sicherheit des Kindes entlasten und somit Elternschaft vereinfachen

– dort, wo Kinder und Jugendliche radeln, alle radeln können,

ist die die Errichtung von vor Kfz geschützten Schulradwegen einer der Schwerpunkte der Kampagne.

https://www.facebook.com/events/413894322372631/

So nahe es liegt, das Schulradwegenetz wegen und mitsamt seiner Inklusivität zur konzeptionellen Grundlage und damit zum Ausgangspunkt eines stadtweiten Radverkehrsnetzes zu machen, so deutlich muss sein, dass dieses Netz nicht allen Ansprüchen genügen kann.

Um die Vielfalt und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten und Potentiale des Radverkehrs abzubilden, ich denke z.B. an Berufspendler, an das Zurücklegen längerer innerstädtischer Distanzen, auch daran, dass bei Einigen die sportliche Betätigung im Vordergrund steht,  für all diese Zwecke braucht es ein zweites, gleichwohl wesentlich grobmaschigeres Netz, das auch für höhere Geschwindigkeiten ausgelegt sein muss.

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